BÖRSEN

BALTISCHE BÖRSE

Die Börsen von Tallinn, Riga und Vilnius bilden zusammen das gemeinsame Handelssystem der baltischen Börse der Nasdaq.

Die Marktkapitalisierung der baltischen Hauptliste betrug im Jahre 2018 6,1 Milliarden EUR.

Strukturell sind alle drei Börsen ähnlich aufgebaut und bestehen aus drei Teilen:

1) Die Hauptliste der Börse, bei der ein Unternehmen mindestens drei Jahre aktiv gewesen sein und einen Marktwert von mindestens 4 Millionen Euro haben muss; es gelten strenge Regeln für die Veröffentlichung von Informationen.

 

2) Die Nebenliste der Börse, bei der ein Unternehmen mindestens zwei Jahre aktiv gewesen sein und einen Marktwert von mindestens 1 Million Euro haben muss; es gelten strenge Regeln für die Veröffentlichung von Informationen.

 

3) Das alternative Handelssystem First North, bei dem für eine Listung keine bestimmte Marktkapitalisierung nötig ist, ebensowenig wie eine Geschäftshistorie von bestimmter Zeit; außerdem gelten weniger strenge Regeln für die Veröffentlichung von Informationen.

Die Marktkapitalisierung der baltischen Hauptliste betrug 2018 6,1 Milliarden EUR, die der Nebenliste 1,8 Milliarden EUR und die von First North 59,5 Millionen EUR.

Ausführlichere Informationen zur den verschiedenen Börsenlisten, sowie diese charakterisierende Werte finden Sie in der Tabelle auf Seite 15.

nasdaqbaltic.com

LONDONER BÖRSE

Die Londoner Börse wurde 1801 gegründet. Im April 2018 waren dort über 2600 Unternehmen, mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 7,11 Billionen EUR gelistet.

Als Teil der Hauptliste findet sich ein spezieller Fondsmarkt, der sich an professionelle Anleger richtet.

Der alternative Markt (AIM) ist für die Notierung von Wachstumsunternehmen gedacht, die in der Europäischen Union registriert sind und später in das Premium-Segment aufgenommen werden wollen. Außerdem gibt es einen speziellen Fondsmarkt, der Teil der Hauptliste ist, und sich an professionelle Anleger richtet. Darüber hinaus befindet sich an der Londoner Börse auch der Specialist Securities Market, an dem Unternehmen Kapital durch den Einsatz spezieller Instrumente wie Schuldbriefe und DRs (Depositary Receipts oder Depotbons) erhalten können.

londonstockexchange.com

STOCKHOLMER BÖRSE

Die Stockholmer Börse wurde 1863 gegründet. Seit 2008 ist sie Teil der Nasdaq Inc. und gehört somit zu der Gruppe der Nasdaq Nordic.

First North ist für die Listung von Wachstumsunter-
nehmen gedacht.

Die Stockholmer Börse besteht aus einer Hauptliste und dem alternativen Handelssystem First North, das für die Listung von Wachstumsunternehmen gedacht ist. Auf der Hauptliste werden Unternehmen mit großer, mittlerer und kleiner Marktkapitalisierung unterschieden. Im Mai 2018 betrug die Marktkapitalisierung der Hauptliste der Stockholmer Börse 1,1 Billionen EUR.Listitud on 318 firmat.

Ende April 2018 waren im alternativen Handelssystem First North 281 Unternehmen notiert. Die meisten von ihnen, 66 Unternehmen, kommen aus dem Gesundheitssektor. Auf dem zweiten Platz liegen Produktionsunternehmen, von denen 52 bei First North gelistet sind.

Die durchschnittliche Erwartung der Investoren an die jährliche Rentabilität der Börse liegt bei:

Hauptliste der Börse 5-10 %
Nebenliste der Börse 7-15 %
Alternatives Handelssystem First North 10-30 %

REGULIERTER MARKT UND FIRST NORTH

Für den regulierten Marktanteil der baltischen Börsen gelten die Richtlinien der Europäischen Union, deren Einhaltung von der örtlichen Finanzaufsichtsbehörde kontrolliert wird.

First North bietet Investoren neue Investitions-
möglichkeiten

Für Investoren bietet First North neue Investitionsmöglichkeiten. Weiterhin ist wichtig zu wissen, dass aufgrund der weniger strikten Vorgaben, die für den alternativen Markt gelten, ein Investieren in dort gehandelte Wertpapiere mit größerem Risiko verbunden sein kann, als bei einer Investition in am regulierten Markt gehandelte Wertpapiere.

First North eignet sich für Unternehmen in den verschiedensten Situationen, wie beispielsweise:

  • Für Wachstumsunternehmen, die sich schnell weiterentwickeln möchten.
  • Für Unternehmen, die zusätzliches Kapital benötigen, um neue Märkte zu erschließen, Konkurrenten abzuhängen oder andere Unternehmen zu übernehmen.
  • Für Familienunternehmen, die einen Generationswechsel in der Betriebsleitung oder bei den
  • Eigentumsverhältnissen planen.
  • Für Unternehmen, die sich auf eine Übernahme vorbereiten.
  • Für Unternehmen, die in einem nächsten Schritt ihre Aktien auf der Haupt- oder Nebenliste der Börse notieren möchten.
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